das Jahr neigt sich dem Ende zu…

vorletzte woche noch in Tokyo, heute die Zukunft in einem Tempel vorhersagen lassen. Brice kam in mein Leben, erste Filmerfahrungen gesammelt, und dann kam Japan. Und so schnell kommt da auch nichts ran, vielleicht wenn ich den Satz höre: and the Oscar for best Costume Design goes to…. ja das wäre vergleichbar mit meiner Zeit hier in Japan. Mal ebenso ein Pläuschchen auf dem Flur mit Shin Azumi gehalten, nach Tokyo gedüst um einer Einladung zu einer Austellung  zufolgen und dort auch beim japanischen Textilkunst Laden Nuno vorbeigeschaut, um nur einiges zu nennen! Dimensionen über Dimesionen! Die Welt ist so klein Erlebniss  mit David gehabt, sein Mutter und mein Vater kommen fast aus der gleichen kleinen Ortschaft  Friesenheim/Herbolzheim in Süddeutschland und wir sind hier in Hiroshima Nachbarn. Japan oh mein Japan!

Frohe Weihnachten!

Weihnachten in Japan ist sowas wie der Valentinstag in Deutschland. Die Pärchen feiern sich gegenseitig  mit ordentlich bling bling leucht Brimborium. Wenn ich da nur an die Glühweine, gebrannten Mandeln und den Zimtgeruch auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland denke, sehr urig kommt mir das vor. Hier, das ist unglaublich aufgesetzt und aberwitzig, sehr amerikanisch eben. Und dann die Temperaturen so um geschmiedet, Flug nach Hawai, Okinawa, oder doch nach Tokyo, aber jetzt bleib  ich in meinem beschaulichen Hiroshima und feiere im Kreise japanischer, canadischer, amerikanischer,  niederländischer und russischer Freunde, die sind da ganz wild drauf. mal schaun was da draus wird…..Und natürlich werde ich an euch alle denken und ein Sushiröllchen für euch mit Essen und nen Glühwein hinterher trinken. Auf Euch! Frohe Weihnachten!

Veröffentlicht in Hiroshima

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ein kleiner Einblick

Manches ist hier so herrlich entspannt, beim Soba oder Udon, die japanischen Nudeln mit laut schmazendem Schlürfen essen, oder einfach so in der Bahn die Nase hochrotzen, das mach solchen Spass!  Anfangs, war mir das so fremd und stieß heftigst gegen meine Manieren. Den 45 Grad Verbeugungswinkel hab ich noch nicht drauf!  Aber ich weis was der Unterschied zwischen Wakata, ich habe kapiert und Wakrimasu,  ich habe verstanden ist schon mal gut. Und bestimmt, ich bin schon in das ein oder andere Fettnäpfchen getretten, war aber immer witzig und nicht weiter schlimm: Sumimansen, Gomenasai….so oft wie ich hier, verzeihen sie bitte und Entschuldigung  gesprochen habe, kommt mir sehr unrealistisch vor. Ist aber so. Es gibt hier z.B. Fahrradparkplätze, weil es verboten ist sein Fahrrad irngentwo abzustellen. Jedes Fahrad hat auch seine eigene Zulassungsnummer, und es gibt extra Fahrradparkplatz Wächter die den ganzen Tag dort stehen , die Räder platzsparrend zusammen stellen, und sich beim verlassen vor dir verbeugen. oder es gibt für die Japanerin einen extra Augenlid Kleber, damit sie sich die Augen wie wir Europäer hinkleben kann….

Überschwämt

so fühlt es sich hier an. ich bin völlig erfüllt vom Erleben und Endtecken, Verstehen und Begreifen. Japan ist wirklich etwas anders als Deutschland, aber im Prinzip eigentlich nicht. Schließlich trennen wir auch Gabage, das ist hier sehr beliebt. Und wie die Schwaben es auch halten, gibt es hier  die Kehrwoche! Hier ist es soooo clean, fast schon unheimlich! es gibt extra Menschen die das Laub sofort von der regennassen Strasse weglauben! Jedoch tragen sie einer art Uniform. Manchmal ist hier alles so kompliziert und manchmal so logisch und einfach zu verstehen. Oft kommt mir der Gedanke in den Kopf: das wird mir keiner glaubem wie abgefahren das alles ist. Und zum Glück langweile ich mich nicht mehr! ich werde hier geradezu überschwend mit spannenden und lustigen Dingen. Wunderbar, endlich ein sinnvoller Inspirationasprudel, mal ganz den Kopf abschalten und weben, oder einfach nur mal  Leute gucken…. ja das geht hier schon alles sehr in Dimensionen die ich voher gar nicht kannte…. sehr gut hier….

Sonst land ich auf Bali

und habe nur Winterklamotten bei. Hier kann einach alles passieren, der Spruch: jetzt muss ich nur noch aufpassen, das ich nicht auf Bali lande, ist hier bei uns zum geflügelten Wort mutiert. Vohriges Wochenende standen, Ai, Heike, Andre und ich auf der Hondori, das ist die Einkaufspassage ungefähr so wie der Kröpke, oder die Königstrasse, oder die Kaiser-Josefs-Strasse, zusagen sie wäre jetzt wie die  Champs Elysee wäre e twas vermessen… also wir standen da und hatten alle ein freudige Erwartung auf einen perfekt gerösteten Cafecup…mhhh da stieg bei uns die Erinnerung an das Old Beans Cafe auf, wir wollten da hin uns standen trotzdem etwas unentschloßen rum… aus den Augenwinkeln sahen wir zwei Europäer oder einfach nur Gaijin, das japanische Wort für Ausländer, völlig orientierungslos mit riesen Schritten umherlaufen… das Bild kenn ich schon, manchmal wird man dann angesprochen ob man sich hier auskennt, oder so… und manchnmal freu ich mich einfach auch einen Nichtjapaner zu sehen, aber bei manchen  freu ich mich auch etwas schadenfroh und stolz, weil ich hier eben kein Touri bin. Egal, wie auch immer, zurück zu den Beiden Verirrten, ihre Frage an uns war, wo sie so richtig gut Essen können, sowas mit Fleisch und so, warm sollte es sein. Kurz überlegt, einiges vorgeschlagen, dabei gemerkt das es nicht so einfach zu erklären ist wo und wie , und dann die zündente Idee gehabt!  Jürgen, kannst du dich noch an den Laden erinnern, wo man einen Grill auf den Tisch gestellt bekommt und sich dann selbst die Meeresfrüchte oder das Gemüse gar grillt? Ja, da hab ich sie dann hingeschickt…. Die Geschichte der Beiden war folgende: Beide kamen aus Holland und waren auf einer Hochzeit auf Bali eingeladen, am Flughafen in Bali eingetrudelt , haben dann die aufmerksamen Wächter am Flughafen gemerkt, dass ihr Pass nur noch 6 Monate gültig was, also keine Einreise auf Bali, und dann sind die Beiden in Japan eingeflogenund warten nun auf ihren Pass, reisen rum, schauen sich die Städte an,und kauften erstmal Winterklamotten ein. Hiroshima ist nun halt nicht das edle Strandresort auf Bali. Ich kam aus dem Lachen nicht wieder raus.  Und seit dem heißt es, jetzt muss ich nur noch aufpassen, das ich nicht auf Bali lande…

Für Daniel und Marie

Snowboarden ist echt der ultra Spass, der Anfang war ein bisschen holprig und sah bestimmt auch witzig aus, die Piste war klein und aus Kunstschnee, aber uns war egal. ich wurde volkommen ausgestattet! das war ein riesen super Tag!!!! wir fuhren mit 2 Autos ungefähr 1 stunde ind Hinterland, und ab gings auf die Piste! Es gibt Muskeln am Körper die kannte ich gar nicht!

Es ist soweit

Ha! Jetzt ist es soweit ich kann mich gar nicht mehr an Deutschland erinnern.  Japan hat mich voll und ganz verschluckt. Wenn mich hier die  japanischen  Freunde fragen wie Deutschland ist, so muss ich lange überlegen bis mir was spannendes einfällt, am schnellsten komme ich auf Unterschiede oder aufs Essen, aber sonst alles vergessen und leer. Deutschland ist ja nicht langweilig, aber mit Japan  ist es einfach nicht vergleichbar. Geht nicht! Japan steckt voller Widersprüche und Kontraste. Ha! Und in meinem Kopf ist ein Sprachwirrar sondersgleichen, denn fast alle Japaner können wenig Englisch sprechen, das ist dann Japanisches Englisch und von der Aussprache ungefähr so : z.B. Coffe wird Kohi ausgesprochen. Japanisch lerne ich auf Englisch mit einer Japanischen Lehrerin. Wahrscheinlich hat sich meine Handschrift auch schon völlig verändert vom Schriftzeichen schreiben. Und, ich versuche hier auch alte Traumatas von Schullehrern zu umschiffen, da gäbe es einen verstaubten Englischlehrer  und eine absolut pedantische Französischlehrerin. Ich vertaue jetzt nur noch auf meine Gene und denke dabei an Oma Elfriede die mit 84 noch fliesend Englisch spricht und nicht auf irgendwelche wer-weis-wie Pädagogen von früher.  Die Sprache bleibt nach wie vor die größte Herausforderung. Ei der daus! Hät ich nie gedacht das es so lange dauert mit dem Sprechen können! Der Trick beim Lernen ist bloß nicht aufgeben! Frustrations Momente irgnorieren, immer weiter machen und bloß keine Fragen zu stellen sonst entsteht ein Kopfchaos sondersgleichen. Es gibt aber auch Heimweh Sekunden die nicht so zum lächeln sind, da fehlt ihr alle sehr.Vor allem du Brice!  Oder auch nur mal laut fluchen, sich nicht für alles und jedes zu Entschuldigen, alles lesen können, sich per Telefon einfach so mal kurz verabreden, Döner essen,  Daunenzudecke, Overlok Nähmachine, Musik aufdehen, Käse, deutsche Filme, Lebkuchen, entspannt Einkaufen zu gehn und alles verstehn was man kaufen will, Heizung, einfach mal rumschreien, Altbaudecken, Schokolade, Stuttagrt, Freiburg, Hannover, Bücher auf deutsch, Semesterticket, Hausschlüssel, Arte, 3sat, drauflos reden. Aber dann kommen sofort bombastische japanische Neuheiten, die alles ausgleichen, und sogar übertreffen! Die Menschen hier überwältigen mit ihrer Freundlichkeit und ihrem Witz! Wenn ich dann ein Heinelied von eine Japanerin vorgeträllert bekomme, da lacht mein Herz!

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